Solidarität mit allen Betroffenen neonazistischer Gewalt

In den letzten Tagen kam es zu einer Vielzahl von Angriffe auf alternative Projekte und Menschen die nicht in das Weltbild der Neonazis passen. Diese ereigneten sich in Greifswald (24.06.) und in mehreren Bezirken Berlins (26.06./27.06.).
Dabei wurde in Greifswald eine Person von drei Neonazis angegriffen und mit Teleskopschlagstöcken verprügelt. Der Betroffene kam daraufhin mit zahlreichen Kopfverletzungen in ein Krankenhaus.
Zuletzt kam es im Vorfeld des ersten Mai diesen Jahres zu einem Brandanschlag in Greifswald. Hierbei wurde ein Auto, welches auf dem Hof des alternativen Wohn- und Kulturprojekt „IKUWO“ stand, angezündet.
Ähnliches geschah jetzt in Berlin. Hier wurden in der Nacht zum 27.06. mehrere Autos vor dem „Thomas Weisbecker Haus“, einem selbstverwalteten Hausprojekt in Berlin Kreuzberg, angezündet. In der selben Nacht brannte auch das Kinder- und Jugendzentrum „Anton-Schmaus Haus“ in Neukölln, welches von der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken betrieben wird.
Auch an weiteren linken Projekten, wie dem „Red Stuff“ in Kreuzberg, dem „Bandito Rosso“ und dem „Tuntenhaus“ im Prenzlauer-Berg, entstand Sachschaden. Bei den beiden letzteren wurde von den Täter_innen versucht, durch Papier welches in den Hausfluren angezündet wurde, Feuer zu legen. Glücklicherweise konnten beide Brände vor dem Übergreifen auf die jeweiligen Häuser vereitelt werden.

Ebenso wurde in der Nacht des 26.06. ein selbstverwalteter Jugendclub in Rheinsberg von offenbar rechten Tätern angezündet. Erst in der Nacht vom 21.06. zum 22.06. wurden in Potsdam zudem mehrere Menschen von Nazis in einem Bus angegriffen. Am gleichen Abend wurden einige Jugendliche von mit Eisenstangen bewaffneten Faschisten in Potsdam-Waldstadt verfolgt.

Diese Aufzählung verdeutlicht die Aktualität und Wichtigkeit des antifaschistischen Selbstschutzes. Nur dadurch können wir die Nazis stoppen.
Die Situation wird dadurch erschwert, dass z.B. in Berlin die Faschist_innen durch die Polizei unterstützt wird, die angemeldete Kundgebungen der Nazis in letzter Zeit geheimhielt und somit antifaschistische Proteste und Gegenwehr erschwerte und den Nazis Angriffe auf mehrere Menschen ermöglichte.
Das werden wir nicht dulden!

Wir erklären uns mit allen Betroffenen von Neonazigewalt solidarisch und wünschen den Betroffenen sowie deren Freund_innen, Genoss_innen und Familien viel Kraft für die kommende Zeit.
Fight Back!

[a] antifaschistische linke potsdam